Album, Magazin für Fotografie #2 — Call for Submissions
Album, Magazin für Fotografie ruft ab sofort zu Einsendungen für die nächste Ausgabe »Same/Same« auf.
Album, Magazin für Fotografie Ausgabe #2 nimmt die Frage nach der Einzigartigkeit von Fotografien in den Blick: Wie neu, wie ungesehen können Bilder heute noch sein? Welche künstlerischen Möglichkeiten liegen in der Dopplung von Motiven? Welche Konzepte spielen mit der Wiederholung und der Wiedererkennbarkeit?
Im Internet kursieren Bilddatenmengen und wachsen ins Unermessliche: Jede Straße ist abfotografiert und per Suchmaschine im Netz auffindbar, jeder Geburtstag, jeder Urlaub wird dokumentiert und zur Ansicht hochgeladen. Bei dieser Fülle an Material bleiben Ähnlichkeit und Dopplung nicht aus, so dass es nahe liegt, sich an den Datenbanken, den Rand– und Zufallsprodukten im Netz zu bedienen, um sie für die eigene Arbeit zu nutzen: Neugestaltung und Kuratieren, Sampling und Reinszenierung gelten als künstlerische Umgangsweisen mit den Abbildungswelten im Internet.
Während es bei genauem Hinsehen kaum noch möglich scheint, ein einzigartiges Foto hervorzubringen, reizt es umso mehr, mit dem fotografischen Doppelgängertum aktiv umzugehen und zu spielen: Historische Aufnahmen, Laienfotos und anderes Bildmaterial werden zur Grundlage für künstlerische Konzepte, die Album #2 zum Thema nimmt. Es geht um Vorbild und Nachbildung, um Kopieren und Nachstellen, um Re-Kontextualisieren und Wiedererkennen; nicht zuletzt auch um die Angst vor der Begegnung mit eigenen Bildideen, Motiven und Konzepten, die andere genauso hatten sowie um den bewussten, selbstironischen Umgang damit.
Wir bitten um Einsendungen fotografischer und fototheoretischer* Positionen, die sich mit Same/Same auseinandersetzen, mit:
/// dem gefundenen Gleichen /// dem bewusst Gedoppelten /// dem zufällig Identischen /// dem bewundernd Abgekupferten / Kopierten / Nachgestellten /// dem angeblich Ähnlichen /// dem abfotografiert-Fotografierten /// dem sich nur geringfügig Unterscheidenden /// dem fragwürdigen Original /// dem Wiederaufgegriffenen /// dem Zwillingsbild
* Album erscheint auf Deutsch und Englisch. Texte bitte als Exposé mit nicht mehr als 5000 Zeichen.
PDF-Download:
Call for Submissions (Deutsch)
Call for Submissions (Englisch)
Toll FFM Abschlussausstellung — »plus 1«
plus 1
Abschluss des Projektes toll ffm — galerie für zeitgenössische kunst im Kunstverein Familie Montez
Ausstellende: Ericson Krüger, Katja Kämmerer, Wendelin Weishaupt, Johanna Piltz, Thomas Weyand, Florian Rexroth, Cordula Hoffmann, sternmorgenstern, Maria Anisimowa, Stefan Stark
Eröffnung: Freitag 2. Juli ab 18h
Die Bar ist gefüllt und um die Musik kümmern sich:
initials dc, kitty ahoi!, Trunk, jazzmadass, Groovintella, Ravebotta
02. — 11. Juli 2010
Öffnungszeiten: Mi-Fr 16h — 19h
Finissage: Sonntag 11. Juli 2010
Kunstverein Familie Montez
Breite Gasse 24, Frankfurt /M
Einzellausstellung in der Toll FFM Galerie
Von 7.6. — 30.06.2010 stellte ich in der, in einem ehemaligen Blumenkübel der Stadt beheimateten Toll FFM Galerie aus. Ins Leben gerufen und kuratiert wurde das Projekt durch das Kollektiv Spez.Lab. Seit Juni 2009 bespielten sie ihren besonderen Galerieraum mit monatlich wechselnden Künstlern. Meine Ausstellung war gleichzeitig die zwölfte und letzte dieser Reihe.

PIRSCH
In Ausgabe #1/2010 des Online Fotomagazins PIRSCH wird neben Arbeiten von Timo Klos meine Serie »Mis-en-scène« gezeigt. PIRSCH wurde von Lena Ditlmann ins Leben gerufen und ist seit März 2010 Online.
PIRSCH ist ein Projekt, das zeitgenössischer Fotokunst gewidmet ist. In diesem Rahmen werden in regelmäßigen Abständen aktuelle Positionen vorgestellt. Gerne können Arbeitsproben mit Text an info@pirsch.nl gesendet werden.
Neon Fruit Supermarket. 28. Februar bis 21. März 2010.
Angelehnt an unsere Fotografien verfasste Leif Randt anlässlich unserer
Eröffnung vier wunderbare Kurztexte.
»Auf einem der Fotos ist eine potentielle Rollschuhdisko zu erkennen.«
Nach der Schulzeit habe ich mir Europa angesehen, bin nach Frankreich gefahren und bis in die Schweiz hinein. In sämtlichen Ländern gab es Tankstellen und an den Kassen dieser Tankstellen wurde Snickers verkauft. Ein Europa ohne Snickers ist heute überhaupt nicht mehr denkbar. Am atlantischen Strand habe ich ein Mädchen kennen gelernt, das meinte, dass ich mich zu sehr auf Details fixierte. Nicht alles sei künstlich hergestellt, behauptete sie. Zu dem Mädchen habe ich gesagt, dass ich sie für linksradikal und gefährlich halte. Weil ich ihr dabei abfällig in die Augen geblickt habe, haben wir nie miteinander geschlafen. Schon als Schüler haben mich die Gebäude auf der Hanauer Landstraße an amerikanisches Fernsehen erinnert. Und es wird für immer so bleiben, dass ich auf meinen Reisen durch Europa an den Kassen von Tankstellen Schokoladenriegel einkaufe.
»Jemand muss im Orient ockerfarbenen Stoff über das Pferd gehängt haben.«
Nirgendwo in Hessen konnte man gepflegtes Rasentennis spielen. Manche von uns haben deshalb ihre Jugend trinkend verbracht, mit vergilbten Michael-Stich-Postern an der Wand und ohne einen einzigen Pokal. Der harte Kunststoffbelag am Waldrand hat unsere Sohlen stumpf gestoßen. Auf einem Fest in einem Keller, der mit falschen Eichenholzmöbeln vollgestellt war, hat eine Gruppe von Mädchen zu uns gesagt, dass wir in unserer Tennisbekleidung wie Männer aus einer rechten Partei aussehen. Zuerst haben wir uns davon nicht irritieren lassen, später aber haben wir angefangen, legere Sweatshirts und seriöse Halbschuhe zu tragen. 1991 war Michael Stichs erfolgreichstes Jahr.
»Das sauber gepumpte Schwimmbecken wartet auf die Hereingabe von Pilzerkrankungen.«
In den Sommerferien bin ich mit meiner Freundin Urlaubmachen gegangen. An der Bungalowrezeption saß ein Mann. Er wartete dort jeden Tag auf Fragen, denn er hielt Informationen bereit. Hinter den Fenstern seiner Aufenthaltskammer waren sauber angelegte Wiesen zu sehen, die täglich bewässert und wöchentlich gemäht wurden. Zweimal haben wir mit dem Mann gesprochen. Wir wollten einmal wissen, wann vormittags das Frühstück endet, und einmal, ob es in dieser Gegend einen Autoverleih gibt. Er war jedes Mal relativ nett. Ich schätzte ihn auf Ende 40, meine Freundin schätzte ihn auf Mitte 50. Als er selbst 26 Jahre alt war, hat es die Bungalowanlage, an deren Rezeption er heute sitzt, wahrscheinlich noch nicht gegeben. Es gab keinen Pool und keine Buffetmeile. Überhaupt kann das alles noch gar kein richtiger Ferienort gewesen sein. Als der Urlaub zu Ende ging und wir wieder an der S-Bahn-Station Karlshorst aus dem Zug stiegen, hat meine Freundin zu mir gesagt, dass überhaupt noch nicht abzusehen ist, was eines Tages noch mit uns passiert. Ich bekam sofort eine Gänsehaut. Trotzdem glaube ich bis heute nicht, dass Karlshorst mal eine Buffetmeile kriegen wird.
»Eine Gruppe von Großmüttern sitzt vor einem Flachbau
und blickt
dem Morgen entgegen.«
Am 27. Februar hatte ich einen Sechserträger Pils an einem Imbiss eingekauft und mit in die Ladengalerie genommen. In der Ladengalerie hingen Fotos links und rechts an den Wänden. Gemeinsam mit anderen bin ich auf– und abgegangen und habe geschaut. Irgendwann kam der Hunger. Also bin ich bald zurück zum Imbiss und habe eine voll beladene Pizza gegessen. An einigen Stellen hing der Teig nach unten durch und hinter der Theke stand der Mitarbeiter jetzt offenbar in gleißender Beleuchtung. Steril aufgereihte Salat– und Zwiebelschalen trennten ihn vom Kunden. Zurück in der Ladengalerie fingen die Betrachter plötzlich an, zu lauter Musik zu tanzen. Die wenigen Passanten, die draußen vorübergingen, haben unsere Arme innen im hellen Licht schwingen sehen.
Pujan Shakupa / Stefan Stark — »Vielleicht wissen wir…«
Am Samstag den 27.02.2010 eröffnen Pujan Shakupa und ich unsere erste Einzelausstellung im HfG Satellit in Berlin. In der Ladengalerie zeigen wir Fotografien aus unserer fortlaufenden Serie »Neon Fruit Supermarket«. Eine Sammlung von Orten, Leeräumen und Zwischenräumen und den paradoxen Spannungen, die latent unter der Oberfläche des Alltäglichen schwellen. Aus ihrem geographischen Zusammenhang gerissen, in Erzählsträngen gehängt, berichten sie von kulissenhafter Realität, von Realität als Kulisse.
Im Hinterzimmer werden sich die Prozesse beobachten lassen, die einer Ausstellung vorausgehen. Es wird zu unserem Atelier, in dem wir an unserem gemeinsamen und individuellen Bildmaterial forschen wollen. Dort werden wir über Zusammenstellungen nachdenken, Präsentationsformen austesten und an kleineren Projekten arbeiten.
Die Eröffnung wird exzessiv begangen; literarisch und musikalisch begleitet.
»Neon Fruit Supermarket« im Marburger Kunstverein
Im Rahmen der Ausstellungsreihe »B-ED 2074« zeigen Pujan Shakupa und ich, vom 02.10 — 08.10.2009 Bilder aus unserer Serie »Neon Fruit Supermarket« im Marburger Kunstverein.
Die Reihe »B-ED 2074« läuft parallel zu Martin Liebschers Ausstellung »Alle für Einen« und zeigt im wöchentlichen Wechsel insgesamt sieben Positionen von Studenten der Klasse Liebscher. Als Ausstellungsort dient der Wohnwagen der Fotoklasse: ein QEK AERO Baujahr ’76.
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Fundstücke #002 — Dekopflanzen Deluxe
Lösungsversuche der Problemstellung einen Gegenstand zu inszenieren, dessen überwiegende Funktion gerade darin besteht, selbst schmuckes Beiwerk in der Inszenierung anderer Gegenstände zu sein.
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Austellung »Ölhalle«
Vom 10.07 bis zum 01.08.2009 ist im Offenbacher Hafen die Gruppenausstellung »Ölhalle« mit Positionen der Bildhauerei-, Fotografie– und Malereiklassen zu sehen.
Ich bin dort mit den Arbeiten »fading« und »Neon Fruit Supermarket« vertreten.
Öffnungszeiten: Fr.&Sa. 16-20h / Finissage 01.08.2009 ab 20h
Layout: Oliver Dignal / Lorenz Klingelbiel
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»Nowaja Zemlja« Vernissage
in der Fabrik Frankfurt am 24. April 2009.
Ausstellende: Oliver Dignal, David Jahn, Tino Kölbl, Nora Krings, Felix Kultau, Lutz Pillong, Sven Prothmann, Patrick Raddatz Pujan Shakupa, Stefan Stark, Kostas Tsobanidis, Patrick Waizmann, Thomas Weyand, Julia Zuleger


















































